Im Interview



 
 

Das Interview führte Markus Harf, Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Asbach


Liebe Frau Demuth,

schön, dass wir heute die Gelegenheit für ein kurzes Interview für unsere baldige Weihnachtausgabe haben. Ich freue mich, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen.

Einsteigen möchte ich mit einer Frage zur aktuellen Situation:


Wie erleben Sie die Corona-Krise?

Aktuell hält die zweite Corona-Welle uns leider alle in Atem. Auch in meinem Alltag und bei meiner Arbeit als Abgeordnete dreht sich im Moment fast alles um die Herausforderungen der Krise. Ich unterstütze Menschen in meinem Wahlkreis bezüglich ihrer Fragen und bei der Beantragung der Sofort- und Überbrückungshilfen. Als Vorsitzende der Enquete-Kommission Tourismus treiben mich besonders die Sorgen der Hoteliers und Gastronomen um. Auch die schwindenden Perspektiven vieler Frauen und Kinder beunruhigen mich sehr.  



Am 14. März 2021 findet in Rheinland-Pfalz die Landtagswahl statt. Welches Thema ist Ihrer Meinung nach im Hinblick auf die Entwicklung unseres Bundeslandes das Wichtigste?

Wenn wir in hundert Jahren auf unsere Generation zurückschauen, wird es entscheidend gewesen sein, wie wir die Digitalisierung gemeistert haben. In einem Flächenland wie Rheinland-Pfalz müssen wir verstehen, dass die Digitalisierung notwendig ist, um unser Land in der Form, wie wir es kennen, zu erhalten und weiterzuentwickeln: Für Unternehmen und Arbeitsplätze, für die Gesundheitsversorgung, den ÖPNV, sowie die digitale Bildung.



Welche weiteren wichtigen Themen sehen Sie?

Ein weiteres wichtiges Thema ist die zunehmende Einsamkeit in unserer Gesellschaft. Das Leben verändert sich, wird schnelllebiger. Beziehungen werden unverbindlicher. Vereine und Kulturangebote nehmen ab, soziale Begegnungsmöglichkeiten schwinden. Viele Menschen fühlen sich einsam und alleine. Der demographische Wandel wird uns zudem auf dem Land hart treffen. Ein Lösungsansatz muss meiner Meinung nach sein, neue Wohnformen mit integrierten Begegnungsmöglichkeiten zu etablieren.
Als PolitikerInnen sind wir verantwortlich, Rahmenbedingungen für den gesellschaftlichen Wandel zu setzen. Dieser Aufgabe müssen wir sowohl bezüglich der Digitalisierung als auch im Hinblick auf unser Zusammenleben viel stärker nachkommen.
Ehrenamtliches Engangement schaffte bislang soziale Begegnungsmöglichkeiten. Im Sportverein, bei der Chorprobe, den Junggesellen, der Jugendgruppe, der Karnevalssitzung, auf dem Schützenfest. Wie können wir diese Räume stärken? Wie lassen sie sich zusätzlich zu Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Einklang bringen? Fragen, die wir zum Erhalt einer starken, vernetzten Zivilgesellschaft beantworten müssen.



Was wollen Sie für den Wahlkreis Linz-Rengsdorf erreichen?

Es gibt viele Ziele, die ich für unsere Region erreichen möchte. Dazu zählen bessere Straßen, intensivere Sprachförderung in den Schulen, Erhalt der Universität in Koblenz, mehr Fahrradwege, eine weitere Rheinbrücke, eine gute ÖPNV-Anbindung, in diesem Zusammenhang auch die Etablierung neuer Verkehrskonzepte, eine ausreichend gute Ärztliche Versorgung, Erhalt der Krankenhausstandorte, Abschaffung der Straßenausbaubeiträge, ein weiterer Ausbau der Kindertagesstätten, Unterstützung des Ehrenamtes, Sicherheit vor Ort durch eine ausreichende Polizeistärke.



Was treibt Sie an?

Ich möchte die Zukunft unserer Region und unseres Bundeslandes Rheinland-Pfalz mitgestalten. Ich sprach ja bereits an, dass es mir besonders wichtig ist, den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Land zu stärken. Ganz konkret heißt dies für mich, dass ländliche Räume nicht abgehängt werden dürfen, sondern in gleichem Umfang wie unsere Städte entwickelt werden müssen. Arbeitsplätze und Wohlstand der Zukunft werden aktuell mit einer zunehmenden Urbanisierung gleichgesetzt. Preissteigerungen und Wohnraummangel führen zu sozialen Ungerechtigkeiten und auf Dauer zu einer Spaltung unserer Gesellschaft. Diesen Trend müssen wir stoppen, was mich wieder zum Stichwort Digitalisierung bringt. Durch zuverlässige digitale Infrastruktur schaffen wir auch auf dem Land moderne Arbeitsplätze und attraktive Lebensräume.



Was macht Ihnen als Abgeordnete bei Ihrer Arbeit besonders viel Freude?

Freude macht mir, mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen, bei konkreten Anliegen weiterhelfen zu können und Verbesserungen für unsere Region zu erzielen.
Vor einigen Monaten habe ich ein Schreiben von einer Familie bekommen, der ich vier Jahre zuvor bezüglich eines beeinträchtigten Kindes geholfen hatte. Sie haben mir berichtet, wie es ihnen seitdem ergangen ist und wie froh sie nach wie vor über meine damalige Unterstützung sind. Solche Momente sind für mich die schönste Bestätigung.



Darf ich Ihnen noch einige private Fragen stellen?

Ja, natürlich. Gerne.



Welche Eigenschaft schätzen Sie am meisten?

Meine Eltern haben mir als Kind drei Charaktereigenschaften immer wieder eingebläut: Respekt, Loyalität und Ehrlichkeit sind meines Erachtens Grundvoraussetzungen für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit politischen Freunden, den politischen Mitbewerbern und auch in privaten Beziehungen.



Was machen Sie an einem verregneten Sonntag?

In der Regel verbringe ich Zeit mit meiner Tochter. Regenwetter nutzen wir häufig für einen gemütlichen Nachmittag im Kino, oder wir backen Waffeln, lernen je nachdem für die Schule. Ich lese sonntags auch gerne in Ruhe die Zeitungen oder ein Buch. Bei schönem Wetter entspannt es mich auch sehr, in unseren schönen Wäldern wandern und laufen zu gehen.



Was können Sie besonders gut kochen?

Jetzt im Herbst koche ich sehr gerne und gut Kürbisgerichte. 



Welcher Versuchung können Sie nur schwer widerstehen?

Das ist leider einfach: Schokolade. Besonders gerne esse ich Nussschokolade.



Haben Sie Lieblingstiere?

Meine beiden Katzen.



Sind Sie in den Sozialen Medien aktiv?  

Ja, bin ich. Ich bin zu finden bei Facebook, Instagram und Twitter. Dort kann man verfolgen, was ich täglich mache und mich durch meinen Tag begleiten. Eine Internetseite habe ich natürlich auch. Dort finden sich ausführliche Informationen zu meiner Arbeit, Pressemitteilungen und Anfragen.
Internet: www.ellendemuth.de, auf Facebook: Ellen Demuth, Instagram: ellen_demuth oder via Twitter: @EllenDemuth



Herzlichen Dank, liebe Frau Demuth!