Generalsanierung Rechte Rheinstrecke der Bahn im Jahr 2026

Ellen Demuth fragt nach: Planungen der Bahn im Bereich Neuwied bis Unkel whrend der Bauphase

04.06.2024

 

Landtagsabgeordnete Ellen Demuth erfragte im Nachgang einer Gesprächsrunde mit dem Direktor des SPNV-Nord, Thorsten Müller, den Verbandsbürgermeistern der Rheinschiene und weiteren kommunalen Vertretern bei der Landesregierung Details zur geplanten Generalsanierung der rechtsrheinischen Bahnstrecke.

Demuth berichtet aus der nun vorliegenden Antwort: „Entgegen erster Informationen, die von einer Totalsperrung der rechten Rheinstrecke zwischen Wiesbaden und Troisdorf vom 10.07.2026 bis 11.12.2026 sprechen, gibt es für den Kreis Neuwied erfreuliche Nachrichten. Denn im Abschnitt zwischen Unkel und Neuwied (und weiter über Urmitz nach Koblenz) wird ein eingleisiger Pendelzugverkehr eingerichtet, mit einem Zug pro Stunde und Richtung. Zusätzlich werde es auf die Schulzeiten abgestimmte Busfahrten im Schienenersatzverkehr geben, teilt die Bahn mit. Die genauen Konzepte dazu werden man in Kürze erarbeiten.“

Die Abgeordnete weiter: „Leider ist der Pendelverkehr nicht über Unkel hinaus bis Bad Honnef machbar, der Bereich fällt unter die Totalsperrung. Ob die Rheinfähre Nixe in den Ersatzverkehr integriert werden wird, ist noch nicht besprochen worden. Hier werde ich mich gemeinsam mit meinen kommunalen Kollegen dafür einsetzen, dass mit der „Nixe“ eine Verbindung auf die andere Rheinseite und das dortige Schienennetz ermöglicht wird.“

Anlieger der Rheinstrecke, so weiß Demuth, befürchten, dass nach der Generalsanierung mehr Züge auf der Rheinstrecke fahren und die Belastungen durch Lärm und Erschütterungen zunehmen werden. Derzeit, so informiert die Bahn, gibt es im Bereich Loreley folgende Frequentierung: Im Mittelwert fuhren im Jahr 2022/2023 auf der rechten Rheinstrecke in St. Goarshausen 245 Züge pro Tag. Auf der linken Rheinstrecke bei St. Goar waren es im selben Zeitraum im Mittelwert 225 Züge pro Tag.